Dienstag, 23. Dezember 2003
interess-e-an-t
Mit meinem Holden läuft eigentlich alles ganz gut, wenn da das Wörtchen eigentlich nicht wäre. Wenn er im Stress ist, dann ist er nicht sehr einfühlsam und unwirrsch, wobei der Stress meinst eigenverursacht ist und mit einem tiefen Durchatmen sicher zubewältigen wäre, aber vielleicht bin ich da nicht einfühlsam genug.

Am Wochenende habe ich mich mit einem alten Freund lange unterhalten, den ich jetzt seit kürzerer Zeit wieder öfter sehe. Irgendwie erstaunlich, wie gut man mit ihm reden kann, wo wir uns vor 5 Jahren die meiste Zeit angeschwiegen hatten. Wir redeten am Telefon und redeten, 2 Stunden waren es sicher. Dann kamen wir auf die Idee, um 1Uhr, wir könnten uns noch treffen, er lud mich ein seine neue Wohung anzusehen, was ich tat. Ich blieb nicht lange, etwas 45 min. Aber es war ein perfekter Abend. Doch dann schrieb er mir eine Mail, in der mir mitteilte, das er mir etwas mitteilen müsse ;), er schrieb wirr, ich war verwirrt, obwohl ich mir schon, oder weil? ich wusste, was er mir andeuten wollte. Nach der dritten Mail, die dann ziemlich melankolisch klang und auch schon einige Zeit vergangen war, rief ich gestern an. Überraschender Weise war er äusterst erleichtert, dass ich alles halb so ernst nahm, und seine Äussserungen als netten Flirt betrachtete, er hatte schon Angst gehabt, dass ich ihm die Freunschaft kündigen würde.

Was ich nicht tat, wir redeten wieder über eine Stunde.


Ich denke nicht, dass er ein Mensch ist, in den ich mich verlieben werde, aber ich merke, wie ich beginne, unerfüllte Sehnsüchte auf ihn zu projezieren.

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Mittwoch, 3. Dezember 2003
Schritte
mit unsicheren Schritten gehe ich langsam voran -
ein schneller Blick über die Schulter -
nichts

das einzige was lämt -
ich selbst -

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Montag, 24. November 2003
The Sekretary
Mit einer Freundin getroffen zum Cafe trinken, in eine Disko vor Öffnung, gegangen als es losging :) - was Essen und dann ins Kino. Ein teurer Sonntag, aber sehr erfüllt.

Der Film: The Secretary -
hat mir sehr gefallen.
Eine Cutterin (verletzt sich selbst um mit inneren Problemen fertig zu werden) wird aus der Psychatrie entlassen und sucht sich, da sie Schreibmaschinen schreiben gelernt hatte einen Job als Sekretärin. Es beginnt ein seltsames Spiel zwischen ihr und ihrem Chef. Sie erkennt ihren Sinn im devot-submessiven Lebensstil. Durch die Befehle ihrers Chefs kann sie sich vom cutten lossagen und von dem Erdrückenden Verhältnis zu ihren Eltern befreien, doch ihr Chef bekommt Angst vor seinem eigenen Verhalten, als die Spiele immer extremer werden.

Ein sehr schöner, angenehm lustiger Film, ohne jemals ins alberne abzutriften erzählt er von Dominanz und Unterwürfigkeit auf amüsante und auch anregende Art.

Ich kann diesen Film nur empfehlen.

Sehr schön fand, ich, dass klar wurde, dass Unterwürfigkeit nicht Willenlosigkeit bedeutet und das es sehr viele verschiedene Töne gibt und nicht jeder der dominant oder unterwüfig ist, gleich ist und alles mag. Auch wurde erzählt, dass sich das Spiel um Dominanz und Submission nicht mit Liebe und Zärtlichkeit ausschliesst.

Dieser Film hat definitiv zu diesem schönen Sonntag beigetragen.

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