Freitag, 14. November 2003
fern und nah
Ich habe noch nie mit jemanden zusammengewohnt. Naja, nein, dass ich nicht ganz richtig, als Kind mit meinen Eltern natürlich. Aber das meine ich nicht, ich meine ich habe nie mit einem Mann zusammen gelebt. Ja, klar hatte ich Freunde, auch lange Beziehungen. Ich habe sie auch oft gesehen, manchmal meinen Ex-Freund sogar fast täglich.

Jetzt lebe ich schon seit über einem Jahr in einer Beziehung. Ganz am Anfag hat es schon mal die Diskussion um das Zusammenziehen gegeben, damals habe ich mich aber ehrlich gesagt nicht bereit dazu gefühlt. Man zieht mit jemanden zusammen und kennt ihn noch nicht mal richtig - ich glaube für so etwas bin ich zu unspontan - zu ängstlich?

Heute kam das Gespräch wieder darauf, dass wir zusammenziehen. Jetzt ein schöner Gedanke, bei ihm sein. Ihn um mich zu haben. Abends vor dem Fernseher, vielleicht zu meine Füssen?

Aber er wohnt mittlerweile nicht mehr in der Stadt, sondern ist raus aufs Land gezogen, vielmehr in eine Kleinstadt, ca 60 km weg von meiner Wohnung. Er mag es beschaulicher, nicht im Gestank der Stadt. Ich kann das verstehen. Ich finde es in dieser gemütlichen kleinen Stadt auch schön. Aber jeden Morgen ca 1 h in die Arbeit? Nicht spontan rüber zu meiner Freundin schaun, Bekannte besuchen, in meinen Club... 5 Minuten zur Arbeit. Ein komisches bedrückendes Gefühl macht sich breit.

Ich fühle mich ihm momentan so nah wie nie - und dennoch das Gefühl nicht mit ihm zusammen zu kommen

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